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02/11/2026Google hat am 28. Oktober 2026 eine Vorschau seiner Connected Apps Platform angekündigt. Die Plattform soll Entwicklern einen gemeinsamen Weg bieten, ihre Apps für Gemini und die KI-Funktionen der Google-Suche bereitzustellen. Für Nutzer kann das bedeuten, Dienste direkt aus einer Anfrage heraus aufzurufen, statt jede Aufgabe in einer eigenen App zu beginnen.
Was Google mit Connected Apps ändert
Apps aus Gemini heraus nutzen
Verbundene Apps können Gemini Zugriff auf bestimmte Funktionen externer Dienste geben. Google nennt als Beispiele alltägliche Aufgaben wie Lebensmittel bestellen oder eine Playlist erstellen. Bereits mehr als 50 Connected Apps seien in Gemini verfügbar. Dazu zählen Angebote von Adobe, Experian, Localiza und Peloton. Google-Dienste wie Workspace, Fotos und YouTube gehören ebenfalls zum Umfeld der Integrationen.
Ein gemeinsamer Weg für Entwickler
Bisher mussten Entwickler laut Google eng mit dem Unternehmen zusammenarbeiten, um ihre Dienste anzubinden. Die neue Plattform soll Registrierung, Tests und Einreichung an einer Stelle bündeln. Entwickler entscheiden dabei, ob ihre App in Gemini, in Search oder in beiden Produkten erscheinen soll. Google kündigte an, bestehende Connected Apps in den kommenden Wochen auch in Search verfügbar zu machen.
Die Plattform richtet sich zunächst an App-Entwickler, nicht an Nutzer, die selbst eine App hinzufügen möchten. Die öffentliche Vorschau ist laut den vorliegenden Angaben für Entwickler in den USA geöffnet; Google will den Zugang schrittweise auf weitere Entwickler, Märkte und Produkte ausweiten.

Warum das für Nutzer interessant sein kann
Eine Anfrage kann mehrere Schritte anstoßen
Wenn eine App verbunden ist, kann eine Anfrage an Gemini oder Search passende Funktionen eines Dienstes einbeziehen. Das erspart möglicherweise den Wechsel zwischen verschiedenen Apps. Welche Aufgabe tatsächlich erledigt werden kann, hängt aber von den Fähigkeiten der jeweiligen App ab. Die Plattform macht nicht automatisch jeden Dienst für jede Anfrage verfügbar.
Die Auswahl bleibt wichtig
In Googles KI-Modus der Suche kann standardmäßig die App verwendet werden, die zuletzt für eine Aufgabe zum Einsatz kam. Nutzer können in ihrer Anfrage auch eine andere App nennen oder zunächst eine allgemeine Suche starten und anschließend aus verfügbaren Apps auswählen. Bei Gemini gibt es laut den Angaben sogenannte @-Integrationen. Welche Apps im eigenen Konto bereitstehen und welche Schritte zum Verbinden nötig sind, kann sich je nach Produkt unterscheiden.
So läuft die Einrichtung ab
Als Nutzer eine verfügbare App verwenden
- Verfügbarkeit prüfen: Google verweist auf eigene Hilfeseiten für verbundene Apps in Search und Gemini. Dort lässt sich nachsehen, welche Dienste für das jeweilige Produkt angeboten werden.
- In Search auswählen: Im KI-Modus kann man eine konkrete App in der Anfrage nennen. Alternativ lässt sich erst eine allgemeine Suche stellen und dann eine verfügbare App auswählen.
- In Gemini die Integration ansprechen: Gemini unterstützt App-Integrationen, die über eine @-Angabe aufgerufen werden können. Welche Einträge erscheinen, hängt davon ab, welche Dienste verfügbar sind.
- Auf die Aufgabe achten: Die verbundene App kann nur die Funktionen übernehmen, die sie bereitstellt. Die genaue Bedienung ist nicht für alle Apps gleich beschrieben.
Als Entwickler eine App einreichen
Entwickler benötigen entweder einen cloudbasierten MCP-Server oder können Android MCP mit den AppFunctions-APIs nutzen. Ein MCP-Server kann laut Google Nutzer in Gemini und Search auf Web, Android und iOS erreichen. Der Android-Weg richtet sich an Gemini-Nutzer auf Android.
- Anbindung vorbereiten: Die App wird über einen der beiden technischen Wege mit der Plattform verbunden.
- In der Connected Console anmelden: Dort registriert der Entwickler die App und wählt eine Kategorie. Außerdem muss er mindestens drei Funktionen angeben, die Nutzern bei der Entscheidung über eine Verbindung angezeigt werden.
- Verfügbarkeit festlegen: In der Console lässt sich auswählen, in welchen Ländern und Sprachen sowie in welchen Google-Produkten die App angeboten werden soll.
- Testen und einreichen: Google prüft und testet die App vor der Veröffentlichung. Benötigt sie eine Anmeldung, muss der Entwickler Testkonten mit Beispieldaten bereitstellen. Apps, die Google nicht ausreichend testen kann, können abgelehnt werden.
Worauf Entwickler und Nutzer achten sollten
Klare Angaben statt übertriebener Versprechen
Die Beschreibung einer App sollte ihre tatsächlichen Funktionen präzise benennen. Google untersagt irreführende oder übermäßig weit gefasste Angaben, die ein KI-Modell dazu bringen sollen, eine App anderen vorzuziehen. Eine App darf auch nicht festlegen, wann andere Dienste verwendet werden sollen. Bei Verstößen kann Google eine Einreichung ablehnen oder eine App beziehungsweise ein Entwicklerkonto sperren.
Verfügbarkeit und Datenschutz nicht voraussetzen
Eine Einreichung bedeutet noch nicht, dass eine App sofort erscheint: Google prüft sie vor der Freigabe und öffnet den Zugang zur Plattform schrittweise. Nutzer sollten daher nicht davon ausgehen, dass ein bestimmter Dienst in jedem Land oder in beiden Produkten verfügbar ist. Vor dem Verbinden lohnt es sich außerdem, die Angaben der jeweiligen App zu Anmeldung und Datenzugriff zu prüfen. Die verfügbaren Informationen nennen keine einheitlichen Bedingungen für alle Connected Apps.
Quellen
- New Connected Apps Platform launches for developers
- Google adding more Connected Apps to Gemini & Search with new dev platform
- Google Opens Connected Apps Preview For AI Mode & Gemini
- As AI agents reshape the web, Google opens Gemini and Search to more apps | TechCrunch
- Developers Can Now Build Apps For Google Search In The Connected Apps Platform




