
Gemini 4 Carbon: Benchmarks, Halluzinationen und Zugang
07/11/2026Google stellt Gemini Gems auf ein neues System namens Skills um. Für Nutzer privater Google-Konten ab 18 Jahren werden die bisherigen Gems am 17. November 2026 schreibgeschützt; am 17. Dezember sollen sie aus Gemini verschwinden. Google will Gems automatisch übertragen. Wer wichtige Anweisungen selbst in Skills anlegt und prüft, kann jedoch besser kontrollieren, was erhalten bleibt.
Was sich für Gemini-Nutzer ändert
Gems werden durch Skills ersetzt
Gems speichern eigene Anweisungen für wiederkehrende Aufgaben. Skills erfüllen einen ähnlichen Zweck: Sie bestehen aus wiederverwendbaren Anweisungen und können zusätzliche Dateien enthalten. Anders als Gems müssen Skills nicht erst separat geöffnet werden. Sie lassen sich laut den vorliegenden Angaben in einem laufenden Gemini-Chat aufrufen, derzeit mit einem Schrägstrich und dem Namen des Skills. Google plant, dafür künftig ein @-Zeichen zu verwenden. Gemini kann einen Skill auch selbst auswählen, wenn die Aufgabe zu dessen Beschreibung passt.
Die Fristen für private Konten
| Datum | Änderung | Was Sie tun können |
|---|---|---|
| 17. November 2026 | Gems werden schreibgeschützt | Inhalte vorher sichern |
| 17. Dezember 2026 | Gems verschwinden | Übertragung prüfen |
Nach dem ersten Termin lassen sich Gems noch zur Ansicht öffnen, aber nicht mehr verwenden, bearbeiten oder neu anlegen. Einen Monat später sollen auch die Gems und ihre Dateien nicht mehr in Gemini verfügbar sein. Die Fristen hier gelten für private Konten von Erwachsenen. Für Workspace-Konten gelten andere Regeln; die verfügbaren Angaben dazu sind nicht einheitlich. Prüfen Sie bei einem Arbeits- oder Schulkonto deshalb die Hinweise für Ihr Konto.
Warum eine eigene Übertragung sinnvoll ist
Die automatische Migration hat Grenzen
Google will Gems automatisch als Skills neu anlegen. Dabei sollen Name, Beschreibung, Anweisungen und unterstützte Wissensdateien erhalten bleiben. Die übertragenen Skills erscheinen zunächst als inaktive Entwürfe und müssen aktiviert werden, bevor sie funktionieren. Eine automatische Übertragung bedeutet also nicht, dass jede Anleitung sofort einsatzbereit ist.
Einige Dateien können fehlen. Dazu zählen laut den Angaben unter anderem GitHub-, Audio- und Videodateien sowie ältere Office-Dateien und ZIP-Archive. Für Dateien gilt außerdem eine Grenze von 100 MB; bei größeren Sammlungen werden zuerst die größten Dateien ausgelassen. Wer wichtige Gems manuell neu erstellt, kann auswählen, welche Dateien wirklich gebraucht werden, und die Anweisungen vor dem Wechsel noch überarbeiten.

Erst prüfen, ob Skills verfügbar sind
Bevor Sie Zeit in die Übertragung stecken, prüfen Sie in Gemini, ob Skills in den Anpassungsoptionen angezeigt werden. Laut den verfügbaren Angaben muss außerdem die Einstellung “Keep Activity” eingeschaltet sein. Diese Einstellung betrifft, ob Gemini-Aktivitäten im Konto gespeichert werden. Wer sie aus Datenschutzgründen ausgeschaltet hat, sollte abwägen, ob Skills für die eigenen Aufgaben wichtiger sind. Wenn Skills nicht verfügbar sind, sichern Sie zumindest die Anweisungen und Dateien außerhalb von Gemini.
So übertragen und testen Sie Ihre Gems
Schritt für Schritt vorgehen
- Wichtige Gems erfassen: Schreiben Sie auf, welche Sie regelmäßig nutzen. Öffnen Sie jedes davon und kopieren Sie Name, Beschreibung und vollständige Anweisungen in ein eigenes Dokument.
- Dateien sichern: Laden Sie benötigte Wissensdateien herunter und prüfen Sie deren Format und Umfang. Verlassen Sie sich nicht darauf, dass Audio-, Video-, GitHub-, ältere Office- oder ZIP-Dateien übernommen werden.
- Skills öffnen: Wenn der Bereich in Gemini verfügbar ist, legen Sie dort einen neuen Skill an. Übernehmen Sie Name, Beschreibung und Anweisungen aus Ihrem Dokument. Die genaue Menüführung kann sich je nach Konto unterscheiden.
- Dateien ergänzen und aktivieren: Fügen Sie nur Dateien hinzu, die Sie tatsächlich brauchen, und behalten Sie die Grenze von 100 MB im Blick. Aktivieren Sie den Skill, falls er als Entwurf angezeigt wird.
- Ergebnis testen: Probieren Sie eine typische Aufgabe aus. Kontrollieren Sie, ob Gemini den gewünschten Ton, die Regeln und die bereitgestellten Informationen berücksichtigt.
Mit den wichtigsten Anleitungen anfangen
Übertragen Sie zuerst Gems, deren Ausfall im Alltag auffallen würde. Das können etwa eine Anleitung zum Formulieren von Angeboten oder ein Helfer für Antworten auf Rezensionen sein. Solche Beispiele werden auch für den Einsatz von Gems in Teams genannt. Selten genutzte Gems können Sie zunächst sichern und später übertragen. So bleibt Zeit, die Skills vor dem 17. November auszuprobieren, statt erst nach der Umstellung festzustellen, dass eine wichtige Datei oder Anweisung fehlt.
Im Chat lässt sich ein aktivierter Skill derzeit mit “/” und seinem Namen aufrufen. Halten Sie den Namen kurz und eindeutig, damit Sie ihn leicht wiederfinden. Für Aufgaben, die regelmäßig dieselben Regeln brauchen, können Sie auch prüfen, ob Gemini den Skill anhand seiner Anweisungen automatisch auswählt. Verlassen Sie sich darauf erst, wenn ein Test mit einer typischen Eingabe das gewünschte Ergebnis liefert.
Quellen
- Google Will Turn Gemini Gems Into Skills on November 17 and Remove the Old Gems on December 17 – gHacks Tech News
- Gemini Gems are going away soon; here's how you should get ready
- Gemini Gems to Skills: How to Move Yours Before Nov 17
- Google is replacing Gems with skills | MasterNodeAI
- Gemini is replacing Gems with Skills, so I moved my Claude Code skills over to test them




