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30/10/2026ESET erweitert seine Sicherheitsangebote für Privatnutzer und kleine Büros um eine eigene Schutzebene für KI-Dienste. Sie prüft unter anderem Links in Antworten von ChatGPT, analysiert von KI erzeugte Skripte und überwacht bestimmte Aktivitäten von KI-Agenten. Für den Alltag ist das eine zusätzliche Warnmöglichkeit, kein Grund, Links oder heruntergeladene Dateien ungeprüft zu vertrauen.
Was die neue KI-Sicherheit prüft
Links und Skripte in ChatGPT-Antworten
Die Funktion AI Conversation Security untersucht Links, die in ChatGPT-Antworten auftauchen. Sie soll vor dem Öffnen warnen, wenn ein Verweis auf Phishing, schädliche Inhalte oder unerwünschte Quellen führen könnte. Auch Skripte, die ein KI-Modell erzeugt, werden geprüft. Das soll helfen, gefährlichen Code nicht versehentlich auf dem eigenen Gerät auszuführen.
Zum Start nennt ESET ChatGPT als unterstützten Dienst. Die Einbindung weiterer großer KI-Modelle, darunter Gemini und Copilot, ist laut Unternehmen geplant. Das bedeutet: Wer einen anderen Chatbot nutzt, sollte nicht davon ausgehen, dass dessen Links bereits auf dieselbe Weise geprüft werden.

Agenten und Erweiterungen im Blick
AI Agent Security soll überwachen, worauf KI-Agenten zugreifen und was sie herunterladen, bevor Dateien ausgeführt werden. Ergänzend beobachtet AI Behavioral Monitoring das Verhalten solcher Agenten. Es sucht etwa nach ungewöhnlichen Aktionen, verdächtigen Zugriffen und auffälligen Download-Quellen. Der kostenlose Online-Dienst AI Skills Checker prüft außerdem Erweiterungen für KI-Anwendungen auf Anzeichen riskanten oder schädlichen Verhaltens, bevor Nutzer sie installieren.
Warum das für den Alltag zählt
Eine überzeugend formulierte Antwort ist kein Sicherheitsnachweis
Chatbots können Links und Code in Antworten ausgeben. Auch wenn eine Antwort plausibel klingt, sagt das allein nichts darüber aus, ob eine Website oder ein Skript sicher ist. Eine Prüfung kann zusätzliche Hinweise liefern, ersetzt aber nicht den eigenen Blick auf die Adresse und den Zweck eines Downloads. Besonders bei Nachrichten zu Konten, Rechnungen oder Zahlungen gilt: Nicht über einen ungeprüften Link anmelden und keine Zugangsdaten eingeben, wenn Zweifel bestehen.
Für kleine Unternehmen kann das besonders bei automatisierten Abläufen nützlich sein. Wenn ein KI-Agent Dateien abruft oder externe Seiten aufruft, hilft die Überwachung dabei, verdächtige Vorgänge früher zu erkennen. Sie macht jedoch nicht jede Aktion automatisch harmlos und ersetzt keine sorgfältige Auswahl der verwendeten Werkzeuge.
Auch der Bildschirm kann sensible Daten verraten
Mit Browser Screen Protection ergänzt ESET die KI-Funktionen um einen Schutz gegen unbefugte Bildschirmfotos, Aufzeichnungen und Bildschirmfreigaben. Das soll sensible Inhalte etwa beim Online-Banking, Einkaufen oder privaten Surfen vor Schadsoftware schützen, die Bildschirminhalte abgreift. Nutzer sollten weiterhin darauf achten, welche Fenster sie bei einer Bildschirmfreigabe zeigen.
So gehen Sie Schritt für Schritt vor
Praktische Nutzung ohne erfundene Menüschritte
- Prüfen Sie zuerst Ihr ESET-Produkt. Die neuen Funktionen sind für ESET HOME Security und ESET Small Business Security angekündigt. Welche Produktversion oder Tarifstufe einzelne Funktionen voraussetzt, ist nicht näher angegeben.
- Nutzen Sie beim Chatten zunächst ChatGPT. Dort soll AI Conversation Security Links in Antworten und erzeugte Skripte prüfen. Lesen Sie eine Warnung, bevor Sie einen Link öffnen, und führen Sie Code nicht aus, nur weil ein Chatbot ihn vorgeschlagen hat.
- Lassen Sie Downloads von KI-Agenten prüfen. Wenn Sie einen Agenten einsetzen, achten Sie auf Warnungen zu Dateien, Skripten oder externen Adressen. Unklare Dateien sollten Sie nicht starten.
- Kontrollieren Sie Erweiterungen vor der Installation. Der AI Skills Checker ist als kostenloses Online-Werkzeug beschrieben. Prüfen Sie damit eine KI-Erweiterung, bevor Sie ihr Zugriff auf Ihre Anwendung oder Daten geben.
Was vor der Einrichtung noch offen ist
ESET hat keine konkrete Menüfolge zur Aktivierung genannt. Die genaue Verfügbarkeit einzelner Funktionen kann daher von Produkt und Einstellungen abhängen. Wer die neue Schutzebene nicht in seiner ESET-Anwendung findet, sollte nicht annehmen, dass sie automatisch eingeschaltet ist. Prüfen Sie die Angaben zu Ihrem Produkt, bevor Sie sich auf eine bestimmte Prüfung verlassen.
Quellen
- ESET expands consumer and SOHO protection with new AI security and anti-scam capabilities
- ESET introduces ESET NeoCortex: Cybersecurity AI model with 200 times lower training costs and a never-go-rogue design
- ESET adds AI chat and agent safeguards to consumer and small-business security – Tech Edition
- ESET Unveils New AI Security Capabilities for Consumers and SOHO Users
- ESET adds ChatGPT link and script checks, with Gemini and Copilot support still to come | OpenTools




