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16/10/2026Was ist neu bei Workday?
Der HR-Software-Anbieter Workday hat am 13. Oktober 2026 auf seiner Konferenz Workday Rising in Las Vegas ein neues KI-gestütztes Tool namens Work Intelligence vorgestellt. Die Innovation: Das System analysiert nicht mehr nur Jobtitel, sondern zerlegt jede Position in ihre einzelnen Aufgaben und ordnet diesen konkrete Fähigkeiten zu. Damit können Unternehmen erstmals in Echtzeit sehen, welche Tätigkeiten KI bereits übernehmen kann und wo menschliche Expertise weiterhin gefragt ist.
Work Intelligence nutzt die Workday Skills Cloud, eine seit 2018 aufgebaute Datenbank mit über 75.000 Skill-Definitionen, die auf Daten von mehr als 3.450 Unternehmenskunden basiert. Diese Größenordnung ermöglicht Vergleiche über verschiedene Organisationen hinweg , ein entscheidender Vorteil gegenüber isolierten Lösungen.
Warum das für Arbeitnehmer und Unternehmen wichtig ist
Für normale Beschäftigte bedeutet diese Entwicklung sowohl Chancen als auch Herausforderungen. Laut dem 2026 Workday Global Workforce Report erwarten 76% der intensiven KI-Nutzer, dass künstliche Intelligenz neue Karrieremöglichkeiten schafft. Das neue System macht transparent, welche Ihrer täglichen Aufgaben durch KI unterstützt oder ersetzt werden könnten , und welche neuen Fähigkeiten Sie entwickeln sollten.
„Der grundlegende Baustein von Arbeit verschiebt sich vom Job zur Aufgabe“, erklärte Nikki Helmer, Vice President für Talent Management bei Workday. Ohne diese detaillierte Sicht würden Unternehmen nur raten, ob sie einstellen, Fähigkeiten aufbauen oder automatisieren sollten.
Für Arbeitgeber ermöglicht Work Intelligence eine präzisere Personalplanung: Statt pauschal nach „Software-Ingenieuren“ zu suchen, können sie gezielt nach Mitarbeitern mit spezifischen Fähigkeiten für konkrete Aufgaben suchen , auch abteilungsübergreifend.
So funktioniert Work Intelligence in der Praxis
Das System arbeitet in einem kontinuierlichen Drei-Stufen-Prozess:
1. Aufgaben- und Skill-Mapping
Work Intelligence erstellt zunächst eine Bestandsaufnahme: Welche Aufgaben umfasst eine Rolle tatsächlich? Welche Fähigkeiten erfordern diese Aufgaben? Welche Tätigkeiten sind durch KI gefährdet oder werden wichtiger? Diese Analyse läuft kontinuierlich, nicht als einmalige Prüfung.
2. Echtzeit-Überwachung der KI-Auswirkungen
Das System misst fortlaufend, welche Aufgaben KI bereits disruptiert, unterstützt oder neu schafft. Führungskräfte erhalten eine aktualisierte Ansicht, während sich KI-Fähigkeiten und Geschäftsanforderungen weiterentwickeln.
3. Benchmarking über Unternehmen hinweg
Wenn Work Intelligence die Aufgaben eines Finanzanalysten in einem Unternehmen kartiert, vergleicht es diese mit aggregierten Daten von tausenden anderen Finanzanalysten im Workday-Netzwerk. Das liefert Einblicke, die isolierte Systeme nicht bieten können.
Konkrete Anwendungsfälle und Tipps
- Projektbesetzung optimieren: Finden Sie Mitarbeiter mit den benötigten Fähigkeiten abteilungsübergreifend, statt nur nach Jobtiteln zu suchen.
- Weiterbildung gezielt planen: Identifizieren Sie Skill-Lücken bei Ihren Teams und schließen Sie diese, bevor KI-Veränderungen eintreten.
- Karrierepfade neu denken: Zeigen Sie Mitarbeitern, welche Fähigkeiten sie für zukünftige Rollen entwickeln sollten, basierend auf echten Aufgaben statt starren Jobprofilen.
- Automatisierungsentscheidungen fundiert treffen: Verstehen Sie, welche Tätigkeiten vollständig, teilweise oder gar nicht durch KI ersetzbar sind.
Workday betont allerdings, dass das Tool keine automatischen Personalentscheidungen trifft , Menschen bleiben in der Verantwortung. Das System liefert lediglich die Datengrundlage für informierte Entscheidungen.
Verfügbarkeit und Ausblick
Work Intelligence ist derzeit für ausgewählte Workday HCM-Kunden im Early-Access-Programm verfügbar. Das Unternehmen plant zudem ein nutzungsbasiertes Preismodell für KI-Agenten, bei dem Kosten mit der tatsächlichen Nutzung steigen , ein Wandel vom traditionellen Lizenzmodell pro Mitarbeiter.
CEO Aneel Bhusri erklärte gegenüber Investoren, dass Workday selbst durch KI-Einsatz mit weniger Neueinstellungen wachsen könne. Für Kunden könnte dies bedeuten, dass Automatisierung nicht nur aus IT-Budgets, sondern auch aus Personalkosten finanziert wird.
Fazit: Transparenz über die Zukunft der Arbeit
Work Intelligence macht die oft abstrakte Diskussion über „KI und Arbeit“ konkret messbar. Für Beschäftigte schafft das System Transparenz darüber, wie sich ihre Rolle verändert und welche Fähigkeiten sie entwickeln sollten. Für Unternehmen ermöglicht es datenbasierte Entscheidungen statt Bauchgefühl bei der Personalplanung. Die eigentliche Innovation liegt dabei weniger in der Aufgabenanalyse selbst, sondern in der Skalierung über tausende Unternehmen hinweg , ein Datenschatz, den neue Wettbewerber nicht kurzfristig aufbauen können.
Quellen
- Workday Launches AI Workforce Tool Analyzing Tasks, Not Just Job Titles
- Workday wants a slice of customers' labour budget that its AI agents could replace
- Workday launches Work Intelligence AI offering to help make automation decisions – The Hindu
- Workday Launches Work Intelligence to Identify Jobs and Tasks AI Could Change
- Workday Introduces Work Intelligence to Help Customers Design Work for AI | Workday




